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Ordination:
Univ. Doz. Dr. Werner Lack
Penzingerstrasse 63, 1140 Wien

5 Gehminuten von der U-Bahn-Station Hietzing/Kennedybrücke,
ebenerdig, rollstuhlgerechter Zugang,
keine Kassen

Termin nur gegen Voranmeldung!

Phone: +43 1 894 61 46
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Diagnose & Behandlung

Wirbelkörpereinbruch durch Knochenentkalkung

 

durch die verminderte Knochendichte (Osteoporose) kann es bereits ohne Verletzung zu sehr schmerzhaften Wirbeleinbrüchen, meist im Übergangsbereich zwischen Brust-und Lendenwirbelsäule kommen. Dies kann einerseits zu Lähmungen, andererseits zu ausgeprägter Rundrückenbildung führen („Witwenbuckel“)


Therapie: Versuch konservativer Behandlung mit höherdosierten schmerzstillenden Mitteln, vorübergehender Versorgung mit Mieder; bei Nichtbesserung evtl. Vertebro-oder Kyphoplastie (siehe dort).

 

Die operative Behandlung osteoporotischer Wirbelfrakturen


Hintergrund:
Konservative Therapie und Vertebro/Kyphoplastie können die Mehrzahl der
Probleme osteoporotischer Wirbelkörpereinbrüche, aber nicht alle lösen; insbesondere bei therapieresistenten Schmerzen und neurologischen Problemen ist die offene operative Therapie indiziert.

Patienten und Methode:
Wir überblicken retrospektiv 38 PatientInnen, die von 2004-2010 wegen eines
osteoporotischen Wirbeleinbruchs mit einer offenen Operation behandelt wurden.

Der Eingriff beinhaltete in 15 Fällen eine Vertebro/Kyphoplastie kombiniert
mit Dekompression, bei 12 PatientInnen eine dorsale Spondylodese, kombiniert
mit Dekompression sowie in 11 Fällen eine ventrale Wirbelkörperresektion mit
Dekompression kombiniert mit einer vorderen oder hinteren Spondylodese.
Die Lokalisation der Einbrüche: D5-1, D9-2, D10-2, D11-2, D12-6, L1-6, L2-5,
                                                  L3-9, L4-8, L5-3

Ergebnisse:
Beim Einsatz von 94 zementierten Schrauben waren keine einzige Schraubenlockerung oder-ausriss zu registrieren!

An Komplikationen waren zu verzeichnen:


  • Schraubenausriss 2
  • Decubitus 2
  • Cage-Einsinken 3
  • Einbruch angrenzender Wirbel 2
  • Parese 2
  • fehlende Besserung 2
  • Infektion 1 (insgesamt 36%)

 

  • Prozentuell entfielen auf die „offene Vertebro/Kyphoplastie“ 20%,
  • auf Dekompression und dorsale Stabilisierung 33% sowie
    auf ventrale Resektion mit Dekompression kombiniert mit Stabilisierung 63%

 

Dabei ist zu vermerken, dass sämtliche Komplikationen der ventralen Resektion
und Dekompression bei den Fällen 1-6 von 11 auftraten und dass mit 6 Paraparesen sowie 1 ausgeprägten Caudasymptomatik die bei weitem schwersten Fälle dieser Gruppe zuzuordnen waren! .

Die durchschnittliche OP-Zeit des ventralen Zugangs betrug 2 ¾ h (2 ¼-3h), in allen Fällen konnte die Paraparese eindeutig bis hochgradig gebessert werden!

Der vordere Zugang an sich (7 Thorakophrenolumbotomien, 3 Thorakotomien, 1
Thorakotomie mit Diaphragma-splitting) verursachte keine Komplikation. Während es bei zusätzlicher dorsaler Instrumentierung in keinem Fall zu einem Einsinken des Cages nach ventraler Wirbelkörperresektion kam, musste in 2/3
der ventralen Instrumentierungen ein Einsinken beobachtet werden.

Schlussfolgerungen:
Bei schlechtem Schraubenhalt ist das Zementieren der Pedikelschrauben notwendig; eine dorsale Dekompression ist nur bei Einengung von dorsal oder der Möglichkeit einer Dekompression einer ventralen Einengung durch Distraktion (rezente Brüche!) bzw. ventraler Dekompression vom dorsalen Zugang (Costotransversektomie, lateraler Zugang bei lumbaler Einengung) sinnvoll; im Zweifelsfall ist eine eher längerstreckige dorsale Stabilisierung, v.a. im thorakalen Bereich zu befürworten.

Der ventrale Zugang ist bei erfahrener Anästhesieführung („single-lung“) durch
eine geringe Komplikationsanfälligkeit gekennzeichnet und ist auch bei

>80 Jährigen  möglich; die ventrale Dekompression erlaubt im Regelfall eine rasche Erholung der neurologischen Symptomatik; die zusätzliche dorsale Stabilisierung ist der gleichzeitigen vorderen sowohl bzgl. biomechanischer Erkenntnisse als auch klinischer Erfahrungen überlegen; cave zu starke Kraftanwendung beim Aufspreizen des Distraktionskäfigs!



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