Physiotherapie Infiltrationen Wirbelsäule Kreuzschmerzen Miederbehandlung Schmerztherapie Wirbelkörperresektion Rückenschmerzen Wirbelsäulenchirurgie Ischiasschmerzen Flachrücken Manualmedizin Implantate präoperative Behandlung postoperative Behandlung Flat back Fußchirurgie Osteoporose Wirbelkörper
Über uns
Behandlungsablauf
Diagnose & Behandlung
Gesunde Wirbelsäule
Patientenberichte
Servicebereich
Fachbereich
Ordination:
Univ. Doz. Dr. Werner Lack
Penzingerstrasse 63, 1140 Wien

5 Gehminuten von der U-Bahn-Station Hietzing/Kennedybrücke,
ebenerdig, rollstuhlgerechter Zugang,
keine Kassen

Termin nur gegen Voranmeldung!

Phone: +43 1 894 61 46
Kontaktieren Sie uns !  
Schrift vergrößernSchrift verkleinernDruckversion

Diagnose & Behandlung

Osteoporose (siehe Vertebroplastie, Kyphoplastie)


Krankhafte Rarefizierung der Knochensubstanz, die zu „pathologischen Frakturen“ (Knochenbrüche ohne adäquate Ursache) führen kann (meist Wirbelbrüche, Brüche des Oberschenkelhalses und Speichenbrüche).


Infolge des zunehmenden Alters der Bevölkerung wird die Osteoporose bereits in naher Zukunft eines der grössten medizinischen Probleme darstellen.
Sie tritt bei Frauen deutlich häufiger auf, dadurch wird aber derzeit die männliche Osteoporose unterschätzt. Knochen ist ein lebendes Gewebe, das ständig auf-und abgebaut wird. Der Höhepunkt der Knochenmasse wird zwischen dem 25. und 30. Lebensjahr erreicht, dann kommt es bei allen Menschen zu einem allmählichen Abbau.

 

Bild einer Osteoporose-88jähriger Patient, Wirbeleinbruch mit zunehmender Querschnittslähmung

 

Osteoporose-88jähriger Patient, Wirbeleinbruch mit zunehmender Querschnittslähmung


Eine Osteoporose kann daher einerseits durch gesteigerten Knochenabbau, andererseits durch verringerten Knochenaufbau bedingt sein. Ursachen sind einerseits hormonell, andererseits diverse andere Faktoren wie Inaktivität, Mangelernährung (Anorexie!), Schilddrüsenerkrankungen uva, aber auch durch Medikamenteneinflüsse wie etwa langdauernde Cortisontherapie.


Die Diagnose erfolgt durch Messung der Knochendichte vorwiegend im CT an der Wirbelsäule und an den Schenkelhälsen; durch Vergleich mit der altersentsprechenmden Knochendichte bzw. derjenigen junger Erwachsener (sog. z-score bzw.t-score) und der „Standardabweichung“ wird die KD festgelegt; (t-score bis -1.5 im Normbereich, -1,5 bis -2,5 sog. Osteopenie, <-2,5 Osteoporose; dabei muss bedacht werden, dass Abnutzungveränderungen an der Wirbelsäule oft einen fälschlich zu günstigen Wert ergibt!)


Differentialdiagnostisch müssen andere Knochenerkrankungen wie etwa „Osteomalazie“ (die Rachitis des Älteren, bedingt durch Vit.D-Mangel), sog. Hyperparathyreoidismus (Überfunktion der Epithelkörperchen im Bereich der Schilddrüse) ua abgegrenzt werden.


Im Bereich der Wirbelsäule kann es zu Osteoporoseschmerzen auch ohne Wirbeleinbrüche kommen; die Kernspintomographie zeigt dabei häufig ein „Wirbelkörperödem“, entsprechend einem Modic-1-Zeichen (siehe dort); fortgeschrittene Osteoporose führt sehr häufig zu Wirbelkörpereinbrüchen, die meist im Bereich der unteren Brust- bzw. oberen Lendenwirbelsäule auftreten. Mehren sich diese Einbrüche, entsteht ein „Altersrundrücken“ mit entsprechenden statischen Problemen (siehe Kyphose).

 

 

Bild von einer Osteoporose- Wirbeleinbruch mit Pseudarthose

 

Osteoporose- Wirbeleinbruch mit Pseudarthose

 

Bild einer Osteoporose-Pseudarthose nach WK-Einbruch

 

Osteoporose-Pseudarthose nach WK-Einbruch


Während die Mehrzahl der osteoporotischen Wirbelbrüche mit verringerter Höhe oder Keilwirbelbildubg abheilen, kann es in Einzelfällen zur Nichtheilung (weiterhin schmerzhaften Pseudarthrose) oder durch Einengung des Wirbelkanals zu neurologischen Problemen (bis zur Querschnittslähmung) kommen.

 

 

Bild einer Osteoporose-Pseudarthrose nach WK-Einbruch-Z.n.Vertebroplastie

 

Osteoporose-Pseudarthrose nach WK-Einbruch


Die Osteoporosebehandlung beruht auf 2 Säulen: Aktivität unter axialer Belastung (Osteoporoseturnen) und medikamentöse Therapie; weiters kommt der Vorbeugung von Brüchen eine wichtige Bedeutung zu (Reduktion von Schlaf- und Beruhigungsmitteln, da nachts unter dem Einfluss dieser Medikamente die meisten Brüche auftreten, Sicherung der Wohnung gegen „Sturzfallen“, zB rutschfeste Teppiche, Haltegriffe in Bad und Dusche etc.; der Besuch eines/r ErgotherapeutIn in Ihrer Wohnung kann helfen, diese sicherer zu machen!


In den letzten Jahre hat die medikamentöse Behandlung grosse Fortschritte erzielt; neben der täglichen Zufuhr von Calcium und Vitamin D (bereits bei Osteopenie angezeigt) stehen Calcitonin (zweites Hormon der Schilddrüse) als Nasenspray, Bisphosphonate wie Alendronat (Fosamax-Tabletten 70 mg 1 mal wöchentlich), Risedronat (Actonel-Tabletten 35 mg 1 mal wöchentlich) sowie in letzter Zeit auch andere Bisphosphonate wie Ibandronat (Bonviva-Ampullen 3 mg, alle 3 Monate intravenös) bzw. Zoledronat (Aclasta-Ampullen, 5 mg intravenös 1 mal im Jahr) zur Verfügung. Östrogene und hormonell im weiblichen Organismus wirksame Substanzen wie SERM (selektiver Estrogenrezeptormodulator) Raloxifen, (Evista-Tabletten 60 mg täglich), die durch den Frauenarzt zu verordnen sind, Parathormonderivate (Hormon der Nebenschilddrüse, Forsteo-Ampullen 2 0mikrogramm täglich subcutan injiziert und Strontiumranelat (Protelos, Tabletten, täglich 2g) ergänzen die medikamentöse Palette. Der Osteologe und/oder Orthopäde sowie Ihr Frauenarzt wird Sie gerne beraten.


Osteoporotische Wirbelkörpereinbrüche können sehr schmerzhaft sein und erfordern häufig eine starke schmerzstillende Therapie, evtl. sogar Opiumderivate. Eine Miederruhigstellung kann als schmerzreduzierende Massnahme erforderlich sein (siehe Miederbehandlung).


Bei schmerzhaften Wirbeleinbrüchen kann die Zementeinspritzung (siehe Vertebro-oder Kyphoplastie) ohne grosses Risiko rasche Besserung herbeiführen.
In Fällen von zusätzlicher Wirbeleinengung kann eine Zementeinspritzung mit Dekompression (Freilegung des Duralsacks bzw. einzelner Nervenwurzeln) kombiniert werden. In schweren Fällen (multiple Einbrüche, Kyphose, Skoliose, mehrere Wirbelkörperengen… ) muss eine langstreckige Dekompression und Stabilisierung mit zementierten Implantaten erwogen werden.

 

                                  Bild einer Osteoporose-88jähriger Patient, hintere Aufrichtung und Instrumentierung mit zementierten Schrauben   Bild einer Osteoporose-88jähriger Patient, hintere Aufrichtung und Instrumentieru

 

Osteoporose-88jähriger Patient, hintere Aufrichtung und Instrumentierung mit zementierten Schrauben



zurück zum Seitenanfang