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Univ. Doz. Dr. Werner Lack
Penzingerstrasse 63, 1140 Wien

5 Gehminuten von der U-Bahn-Station Hietzing/Kennedybrücke,
ebenerdig, rollstuhlgerechter Zugang,
keine Kassen

Termin nur gegen Voranmeldung!

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Diagnose & Behandlung

Intrathekale Corticoidinfiltration

 

bei Wirbelkanalenge im Lendenwirbelsäulenbereich

Die lumbale Wirbelkanalenge („Vertebrostenose“) zeichnet sich im Gegensatz zum Bandscheibenvorfall durch eine hohe konservative Therapieresistenz aus. Computertomographie-oder Bildwandlergezielte Wurzelinfiltrationen wirken nur auf eine Wurzel, epidurale Infiltrationen dürften im Regelfall nur begrenzte Wirkung entfalten. Durch eine intrathekale Corticoidinfiltration (Einspritzung in den Duralsack) ist es möglich, sämtliche Lendenwurzeln direkt zu umspülen. Von praktischer Seite besteht im Vergleich zu Wurzelinfiltrationen der Vorteil, dass der Eingriff im Krankenzimmer ohne Hilfe eines Bildwandlers oder Computertomogramms durchgeführt werden kann, als Nachteil muss die Gefahr eines postpunktionellen Syndroms angesehen werden (Kopfschmerzen durch Abfluss von Rückenmarksflüssigkeit), das aber bei älteren PatientInnen extrem selten auftritt!

Eigene Erfahrungen zwischen 2004 und 2009 betreffen 197 Infiltrationen an 160 PatientInnen mit Depotcorticoid (Triamcinolon). Alle Patienten hatten vorher über>3 Monate konservative Behandlungen. Die Anamneseerhebung umfasste Gerinnungsprobleme, Infektionen, Diabetes, Glaukom und Cortisonprobleme; als Gegenanzeige galten Gerinnungsstörungen und Infektionen; vor der Infiltration wurde ein kleiner Gerinnungsstatus erhoben. Bei Diabetes erfolgte eine BZ-Kontrolle am folgenden Tag, aber keine Therapieänderung vor dem Eingriff, bei Glaukom eine Augendruckmessung prä. und post. gerinnungshemmende Medikamente wurden selbstverständlich abgesetzt.

Der Eingriff erfolgte im Krankenzimmer in sitzender Position unter sterilen Bedingungen. Nach der Corticoidinstillation wurde eine sechsstündige Bettruhe eingehalten.

Bei 12% wurde die Infiltration bei einer anderen Diagnose (Discusprolaps, Postdiscotomiesyndrom, Foramenstenose) durchgeführt.

Die Rate unerwünschter Wirkungen betrug 5 % (2 Cortisonreaktionen mit Gesichtsrötung und Schweißausbruch, 2 Liquorunterdrucksyndrome mit Kopfschmerz, 1 Schwindel, 2 lumbale Schmerzverstärkung, 2 passagere Ischialgien, 1 passagerer Wurzelreiz mit Parästhesien und Elektrisieren). Bei 4% wurde die Infiltration als unangenehm beurteilt (Wurzelreizungen). Es trat keine einzige schwere oder bleibende Komplikation auf.

Die durchschnittliche Wirkdauer betrug 11 Wochen (0-100), die der hochgradigen Besserung bis Schmerzfreiheit 1,7 (0-45) Wochen. 

 

  • 35% der PatientInnen bezeichneten die Ergebnisse als sehr gut
  • 36% als gut
  • 21% waren als mässig und
  • 6% als unwirksam einzustufen


Die durchschnittliche Wirkdauer betrug bei Vertebrostenose 12 Wochen und bei anderer Indikation 3 Wochen (p<0,05), 50% der Therapieversager betrafen die Gruppe der anderen Indikationen.

Bei Erstinfiltration einer Lumbalstenose beträgt die durchschnittliche vollständige Schmerzfreiheit 1 Monat und die Besserung insgesamt 3 Monate.

Bei Mehrfachinfiltrationen ließ die Wirksamkeitsintensität- und Dauer nach (durchschnittliche Wirkdauer der Ersteinspritzung 14 Wochen, der Zweitinfiltration 2,5 Wochen, p<0,05).

Unsere Erfahrungen zeigen eine hohe und in vielen Fällen auch langdauernde Effektivität der intrathekalen Corticoidinfiltration bei guter Verträglichkeit und geringer Nebenwirkungsrate ohne einzige schwere Komplikation. Speziell kam es zu keinem einzigen Fall einer Arachnoiditis.

 

Tagesklinisch möglich



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