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Univ. Doz. Dr. Werner Lack
Penzingerstrasse 63, 1140 Wien

5 Gehminuten von der U-Bahn-Station Hietzing/Kennedybrücke,
ebenerdig, rollstuhlgerechter Zugang,
keine Kassen

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Diagnose & Behandlung

Hüftendoprothetik


Bemerkungen zur Hüftendoprothetik


Als orthopädischer Chirurg mit mehr als 30jähriger Erfahrung u.a. in der Hüftchirurgie möchte ich gerne zu den in den Medien immer wieder auftretenden Meldungen (AMIS, minimal invasive Implantation, Rückholaktion der Firma De Puy, Oberflächenersatz des Hüftkopfes ) Stellung nehmen.

Die Entwicklung der zementfreien Hüftendoprothetik stellt einen der großen österreichischen Beiträge zum Fortschritt der orthopädischen Chirurgie dar. Prof. Zweymüller hat in jahrelanger Entwicklungsarbeit ein Implantat entwickelt, das in nunmehr 30 Jahren (Prothesenschaft) und 25 Jahren (Pfanne) ausgezeichnete Ergebnisse gezeigt hat; bei einiger operativer Erfahrung des Operateurs sind Fehlschläge extrem selten geworden. Dieses Implantat benötigt keine Navigation und keine Robotergesteuerte Implantation (letztere hat ausgeprägte Probleme und Komplikationen mit sich gebracht!) und ist eines der ganz wenigen Implantate, mit denen Erfahrungen über 25 Jahre überblickt werden können.

Die seit einige Jahren propagierte minimal invasive Hüftendoprothesenimplantation hat den Vorteil einer rascheren Mobilisierung im direkt postoperativen Verlauf, also ca 6 Wochen und ist muskelschonend; der vordere Zugang zeigt dabei eine höhere Rate von Verletzungen des Hautnervs, der die Seitenfläche des Oberschenkel versorgt und kann zu lästigen Gefühlsstörungen in diesem Bereich führen; der bisher in Österreich verbreitete seitliche Zugang vermeidet diese Gefahr; er kann kleiner als bisher üblich und muskelschonend durchgeführt werden; das Einsetzen des Schaftes ist allerdings erschwert, sodass an manchen Kliniken ein schlankerer Schaft entwickelt wurde, der die Implantation erleichtert.

Dazu ist folgende grundlegende Stellungnahme zu treffen:


Ergebnisse einer neuen Endoprothese können frühestens nach 5 Jahren, mit einiger Sicherheit erst nach 10 Jahren abgeschätzt werden; sollten vor diesem Zeitrahmen vermehrt Lockerungsprobleme auftreten, kann dieses Implantat als gescheitert betrachtet werden. Ob die hier neu entwickelten Schäfte die Erfolge des Zweymüllerschaftes erreichen, kann derzeit daher nicht festgestellt werden.


Ich selbst habe in den letzten 30 Jahren zwei gescheiterte Entwicklungen eines Hüftkopfersatzes als Alternative zur klassischen Endoprothese erlebt und sehe nun den dritten Anlauf ohne einleuchtende Argumentation gegenüber einer konventionellen Endoprothese.

Die Rückholaktion der Firma De Puy basiert auf Abriebproblemen zwischen Kopf und Pfanne; wir verwenden seit Jahren die Kombination Keramikkopf mit Spezialbehandelter Polyäthylenpfanne und sahen in dieser Zeit auch langfristig kaum Abriebprobleme.


Zusammenfassend kann ich folgende Feststellung treffen: Ich verwende nach wie vor die bewährte Zweymüller-Hüftendoprothese mit ausgezeichneten Ergebnissen, derzeit mit möglichst muskelschonendem kleinem seitlichen Zugang; solange ich keine 10jährigen Ergebnisse neuer Implantate kenne, würde ich den möglichen Vorteil eines noch kleineren Zugangs bei fraglichem Langzeitergebnis nicht in Kauf nehmen. Ich habe auch Verwandte mit der klassischen Zweymüller-Hüftendoprothese erfolgreich versorgt!

 

Als vielversprechende Ergänzung zur Schraubpfanne nach Zweymüller hat sich seit etwa 10 Jahren die „sphärische“ oder „Pressfit“-Pfanne bewährt. Dabei wird eine beschichtete sphärisch geformte Pfanne nach entsprechendem Ausfräsen des Pfannenlagers eingeschlagen; dies erfordert eine geringere Knochenentfernung, zeigt daher eine geringere Komplikationsrate bei der Einsetzung und erlaubt eine primäre Stabilität.



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